Nachrichten zum Thema Aktuell
01.07.2026 in Aktuell
Notarztversorgung Mainz-Bingen
14.05.2026
• Gesetzliche Hilfsfrist und aktuelle Eintreffzeiten
• Analyse: Ingelheim, Bodenheim, Oppenheim im Vergleich
• Effekte der Nachtschließung des Notarztstandorts Ingelheim
• Telenotarzt und neue Zentrale Notaufnahme (ZNA) Mainz
• Standortempfehlungen und politische Forderungen
- Warum dieses Thema für uns alle wichtig ist!
Wenn in der Nacht plötzlich starke Brustschmerzen auftreten oder jemand stürzt und nicht mehr aufstehen
kann, zählt jede Minute. Gerade ältere Menschen sind auf eine zuverlässige und schnelle
Notfallversorgung angewiesen – egal ob sie in der Stadt Mainz, in Bingen, Ingelheim oder in einem
kleineren Ort im Landkreis Mainz-Bingen wohnen.
Der Rettungsdienst ist eine öffentliche Aufgabe des Landes und der Landkreise. Für den
Rettungsdienstbereich Rheinhessen ist die Kreisverwaltung Mainz-Bingen die zuständige
Rettungsdienstbehörde. Die Leitstelle Mainz nimmt alle Notrufe (Notruf: 112) aus der Region entgegen.
- Gesetzliche Grundlage: Die Hilfsfrist von 15 Minuten
In Rheinland-Pfalz legt der Landesrettungsdienstplan (Stand: April 2025) verbindlich fest: Die Zeit vom Notruf bis zum Eintreffen des ersten Rettungsmittels am Einsatzort darf maximal 15 Minuten betragen. Diese „Hilfsfrist" ist keine bloße Empfehlung – sie ist eine Versorgungsgarantie, an der sich alle Planungs- und Investitionsentscheidungen im Rettungsdienst orientieren müssen. Eine dauerhafte oder regelmäßige Überschreitung dieser Grenze bedeutet, dass Patientinnen und Patienten in bestimmten Regionen systematisch schlechter versorgt werden.
15:00 Min gesetzliche Hilfsfrist (RLP)
08:29 Min Durchschnitt Landkreis MZ-BIN, 3 Min Verzögerung durch Nachtschließung
- Analyse der aktuellen Eintreffzeiten
Die tatsächlichen Eintreffzeiten im Landkreis Mainz-Bingen sind stark ortsabhängig. Während der
Gesamtdurchschnitt mit 08:29 Minuten deutlich unter der Hilfsfrist liegt, zeigen einzelne Orte eine kritische Versorgungssituation – insbesondere in den Abend- und Nachtstunden.
Eintreffzeiten im Vergleich (Minuten, Notarzteinsatzfahrzeug)
4 Effekte der Nachtschließung in Ingelheim
Der Notarztstandort Ingelheim wird seit März 2022 vom Deutschen Roten Kreuz betrieben. Aktuell ist der Standort jedoch nur als Tagdienst von 07:00 bis 19:00 Uhr besetzt. In den Abend- und Nachtstunden übernehmen benachbarte Standorte – insbesondere die Universitätsmedizin Mainz – die Versorgung dieser Region. Die Konsequenz ist messbar:
Medizinische Relevanz der 3-Minuten-Verzögerung:
Bei einem Herzinfarkt (STEMI) stirbt pro Minute Ischämiezeit Herzmuskelgewebe ab. Drei zusätzliche
Minuten bedeuten messbar mehr Schaden und eine höhere Sterblichkeit. Beim Schlaganfall gilt:
„Time is Brain" – jede Minute zählt. Eine strukturelle Nachtschließung ist daher kein abstraktes
Planungsproblem, sondern ein reales Risiko für die betroffene Bevölkerung.
Die „1,5-Lösung" als planerisches Kompromissmodell
Die Rettungsdienstbehörde untersucht verschiedene Standortmodelle, darunter die sogenannte
„1,5-Lösung": Ein vollwertiger 24-Stunden-Standort wird mit einem ergänzenden Tagdienststandort
kombiniert. Dieses Modell soll Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit in Einklang bringen.
Aus Sicht der AG 60plus ist es jedoch nicht hinnehmbar, wenn Ältere nachts systematisch länger auf Hilfe warten als tagsüber.
- Moderne Versorgungsbausteine: Telenotarzt und ZNA
Der Telenotarzt an der Universitätsmedizin Mainz
An der Universitätsmedizin Mainz wurde ein Telenotarzt-Standort eingerichtet, der Teil eines landesweiten Verbundes von insgesamt vier Standorten in Rheinland-Pfalz ist (Mainz, Ludwigshafen, Trier, Kaiserslautern). Die flächendeckende 24-Stunden-Verfügbarkeit wird gemeinsam durch alle vier Standorte sichergestellt.
Die neue Zentrale Notaufnahme (ZNA) der Universitätsmedizin Mainz
Im Mai 2026 eröffnete die Universitätsmedizin Mainz ihre neue Zentrale Notaufnahme (ZNA). Sie fasst chirurgische, internistische und neurologische Notfälle unter einem Dach zusammen und ist damit die zentrale Anlaufstelle für schwere Notfälle in der gesamten Region. Kapazität ~50.000 Notfallpatienten/Jahr (aktuell ~40.000, steigend) Ein Digitales Notfallmanagementsystem verkürzt interne Wege und beschleunigt Abläufe.
Hubschrauber Integration
Direkter Weg vom Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach in die Notaufnahme
Enger Verbund mit Rettungsdienst und Notarztstandort der Uniklinik
Bedeutung Für den Landkreis: Leistungsfähige Zielklinik, die schwere Fälle zuverlässig!
Wichtige Klarstellung: Der Telenotarzt ergänzt den Notarzt vor Ort – er ersetzt
ihn nicht dort, wo eine physische Präsenz medizinisch notwendig ist (z. B. für Intubation, Reanimation mit spezifischer Medikamentengabe, Entscheidung über Narkose).
Die ZNA ist das Ziel der Rettungskette – nicht ihr Ersatz!
- Empfehlungen zur Standortoptimierung:
Auf Grundlage der Eintreffzeitanalyse, der gesetzlichen Vorgaben und der vorliegenden Fachliteratur empfiehlt die AG 60plus folgende Maßnahmen:
PRIORITÄT 1 24-Stunden-Betrieb Ingelheim
Der Notarztstandort Ingelheim soll schnellstmöglich auf 24-Stunden-Betrieb ausgeweitet werden. Die dokumentierte 3-Minuten-Verzögerung in den Nachtstunden ist medizinisch nicht akzeptabel. Kurzfristig: Verlängerung des Tagdienstes auf 22 Uhr als Übergangslösung.
PRIORITÄT 2 Verbesserung der Versorgung Oppenheim/Südkreis
Oppenheim überschreitet die Hilfsfrist von 15 Minuten regelmäßig. Optionen: Strategische Vorhaltung eines RTW im Südkreis, Kooperation mit Worms oder Alzey, Einrichtung eines First-Responder-Systems bis zur strukturellen Lösung.
PRIORITÄT 3 Langfristige Sicherung Bingen
Den Notarztstandort Bingen dauerhaft sichern und bedarfsgerecht weiterentwickeln, um eine Ausdünnung der Westkreis-Versorgung zu verhindern. Regionale Kooperation mit Bad Kreuznach stärken.
EMPFEHLUNG Transparenz durch Berichtspflicht
Regelmäßige (mindestens jährliche) öffentliche Berichte über Hilfsfristen, Eintreffzeiten und
Versorgungssituation je Gemeinde – aufgeschlüsselt nach Tages- und Nachtstunden. Nur Transparenz schafft nachhaltiges Vertrauen.
EMPFEHLUNG Telenotarzt mit Augenmaß einsetzen
Den Telenotarzt als sinnvolle Ergänzung nutzen – nicht als Begründung, um physische Notarztstandorte zu reduzieren oder Nachtschließungen zu rechtfertigen.
Klares politisches Signal: Telemedizin ergänzt, ersetzt aber keine Präsenzversorgung.
- Leitbild und politische Forderungen der AG 60plus
Unser Leitbild:
Gesundheit und Sicherheit dürfen nicht vom Wohnort abhängen. Gerade ältere Menschen
müssen sich darauf verlassen können, dass im Notfall rechtzeitig Hilfe kommt – zu jeder Tages- und Nachtzeit, ob in der Stadt oder im ländlichen Raum.
Zentrale Forderungen an den Kreistag:
Flächendeckende Notarztversorgung
Sicherstellung einer wohnortnahen Notarztversorgung im gesamten Landkreis – durch dauerhafte Sicherung und bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Standorte Bingen und Ingelheim.
Hilfsfrist ohne Ausnahme: Verlässliche Einhaltung der 15-Minuten-Hilfsfrist im gesamten Kreisgebiet auch in Randlagen und in den Nachtstunden. Oppenheim und vergleichbare Versorgungslücken sind kurzfristig zu schließen.
24-Stunden-Betrieb Ingelheim
Ausweitung des Notarztstandorts Ingelheim auf 24-Stunden-Betrieb.
Die dokumentierte Benachteiligung der Bevölkerung in den Nachtstunden ist politisch nicht akzeptabel.
Transparenz und Berichtspflicht
Jährlicher öffentlicher Bericht zu Eintreffzeiten, Hilfsfristen und Versorgungsqualität –
aufgeschlüsselt nach Gemeinde, Tages- und Nachtstunden.
Telenotarzt sinnvoll einsetzen
Den Telenotarzt als Ergänzung nutzen, nicht als Begründung für Standortabbau. Klares politisches
Bekenntnis: Telemedizin ergänzt, aber ersetzt keine physische Notarztpräsenz.
Stärkung der Notfallsanitäter
Gute Ausbildung, regelmäßige Fortbildungen und klare rechtliche Rahmenbedingungen für
Notfallsanitäter sicherstellen, damit sie ihre wachsende Verantwortung sicher wahrnehmen können.
Regionale Zusammenarbeit
Ausbau der Kooperationen mit Mainz, Bad Kreuznach und Worms für gegenseitig
Unterstützung und optimale Ressourcennutzung.
Leitbild und politische Forderungen der AG 60plus
Unser Leitbild:
Gesundheit und Sicherheit dürfen nicht vom Wohnort abhängen. Gerade ältere Menschen
müssen sich darauf verlassen können, dass im Notfall rechtzeitig Hilfe kommt – zu jeder Tages- und Nachtzeit, ob in der Stadt oder im ländlichen Raum.
Beschlussantrag an den Kreistag Mainz-Bingen:
Der Kreistag Mainz-Bingen möge
beschließen: Die Kreisverwaltung wird beauftragt, ZEITNAH
ein Konzept zur Sicherstellung der Hilfsfrist im gesamten Kreisgebiet zu erstellen – mit
besonderem Fokus auf den Südkreis (Oppenheim) und die
Nachtversorgung im Bereich Ingelheim.
Das Konzept soll Optionen für eine 24-StundenAusweitung des Standorts Ingelheim sowie
Lösungsansätze für den Südkreis enthalten und dem Kreistag zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
V.i.S.d.P Kurt Zaun Stellvertretender Vorsitzender
24.06.2026 in Aktuell
Appell an den Parteivorstand
Beigefügter Appell,
formuliert im Ortsverein Stadecken-Elsheim,
unterstützt von der AG60 plus Mainz-Bingen, der Regional AG60 plus Rheinhessen sowie dem kommisarischen Landesvorsitzenden der AG60 plus RLP,
der Appell ist an unsere Mandatsträger des Landes und des Bundes
gerichtet.
Kreisverband MainzMainz-Bingen
An den
Parteivorstand der SPD 15. Juni 2026
Liebe Genossinnen und liebe Genossen des SPD-Vorstandes,
mit großer Sorge verfolgen wir die derzeit diskutierten bzw. geplanten Veränderungen.
Gesundheitspolitik
Viele Bürgerinnen und Bürger gewinnen zunehmend den Eindruck, dass wirtschaftliche Aspekte immer stärker in den Vordergrund rücken, während die tatsächliche Versorgung der Menschen vor Ort und deren Zukunft an Bedeutung verliert. Errungenschaften, die unsere SPD gemeinsam mit den Gewerkschaften über Jahrzehnte erworben haben, werden über Bord geworfen und man unterwirft sich „wirtschaftlichen Zwängen“. Dabei lässt man die Ursachen der vielen Probleme völlig außer Acht.
Vorsorgeuntersuchungen abgeschafft, Zuzahlungen angehoben und der Beitragssatz zur Krankenversicherung wieder erhöht. Dazu führen die geplanten Strukturveränderungen im Krankenhaus- und Gesundheitsbereich bei vielen Menschen für große Verunsicherung und auch Verdruss. Schon heute erleben Patientinnen und Patienten lange Wartezeiten, Personalmangel und eine zunehmende Überlastung des medizinischen Personals. Weitere Zentralisierungen oder Einschränkungen könnten die medizinische Versorgung – gerade im ländlichen Raum – zusätzlich verschlechtern. Gesundheit darf jedoch keine Frage von Wohnort, Wirtschaftlichkeit oder Statistik werden. Eine wohnortnahe und verlässliche Versorgung ist für viele Menschen von existenzieller Bedeutung – insbesondere für ältere Menschen, Familien mit Kindern oder Personen mit eingeschränkter Mobilität. Die zunehmende Belastung der Beschäftigten im Gesundheitswesen verstärkt die Situation. Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisches Personal leisten tagtäglich Enormes. Dennoch fehlen vielerorts ausreichende Entlastungen und nachhaltige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Bei einem Personalkostendeckel wären die Kliniken dazu gezwungen, ihre Ausgaben dauerhaft auf dem Rücken der Beschäftigten zu drücken. Reformen dürfen nicht dazu führen, dass der Druck auf das Personal weiter steigt.
Krankheitskosten aller Bürgergeldempfänger in Deutschland werden von der GKV übernommen. Dagegen hat der Spitzenverband bereits vor Gericht gegen die BRD geklagt, um eine faire Finanzierung der Gesundheitsausgaben für alle Bürgergeldempfänger zu erzielen, da die Finanzierung über den Bund getragen Pauschalen bei weitem nicht ausreichen, um die tatsächlichen Kosten zu decken. Jährlich reden wir von ca. 10 Mrd. Euro, die allein die gesetzlich Versicherten tragen und somit die Krankenkassenbeiträge steigen lässt.
Hier eine E-Mail, die uns von einem Urgestein unserer SPD erreichte: „Ich erwarte als Sozialdemokrat, dass sich die SPD jeden Angriff auf die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall widersetzt! Wer Karenztage einführen und kranken Menschen den Lohn und das Krankengeld kürzen will, braucht nicht mit meiner Unterstützung rechnen, sondern mit entschiedenem Widerspruch von mir! Das gilt auch hinsichtlich der Pläne für höherer Zuzahlungen zu verordneten Medikamenten und Einschränkungen bei der Familienversicherung für Ehepartner*innen! Wer etwas Gutes für die Gesundheit und Einsparungen tun will, muss Prävention und Gesundheitsschutz fördern, statt kranke Menschen zusätzlich zu belasten. Es reicht!“
Und bei den vorgeschlagenen Änderungen im Pflegegesetz steht nicht der Mensch im Mittelpunkt. All die Menschen, die Jahrzehnte lang dem Land gedient haben, werden in Teilen sich selbst überlassen, die pflegenden Angehörige werden ausgerichtet. Und nicht nur das. Hier zieht man die Kinder der Betroffenen wieder stärker in die Verantwortung und
Rentenpolitik
Die Debatte die Altersgrenze auf 70 Jahre bei gleichzeitiger Senkung des Rentenniveaus. Die Erhöhung belastet nur die Lohneinkommen. Selbstständige und Privatversicherte, wie alle Beamten auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene tragen keinen Cent.
Die Diskussion der der Pensionslasten von Bund, Ländern und Kommunen tauchen in der Rentendebatte nicht auf und eine Reform der Beamtenversorgung ist nicht in Sicht. Wer dies nicht mit einbezieht macht nur „Reform für andere“. Obwohl Lösungswege international in unseren europäischen Nachbarländern erprobt sind wird hier nicht zukunftsfähig gehandelt, es geht immer nur um kurzfriste Lösungen durch Erhöhung der Beiträge und Verlängerung der Arbeitsjahre. Auch hier ist die Lastenverteilung fehlgeschlagen!!!!
Die geplanten Reformen belastet wieder nur die Lohneinkommen. Selbstständige, Privatversicherte sowie alle Beamten auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene tragen hier keinen Cent. Damit werden auch die Unternehmen mit den Lohnnebenkosten weiter belastet. Lastenverteilung fehlgeschlagen!!!! Die AfD wird es uns danken.
Arbeit muss sich doch lohnen, wie sonst können wir überzeugen. Es kann nicht sein, dass nur die herangezogen werden, die über Jahrzehnt jeden Morgen mit dem Weckerklingeln aufstehen und die Werte erwirtschaften, die am Ende an alle großzügig verteilt werden!!!
Umwelt- und Klimapolitik
Nach Beschluss der Bundesregierung wurde die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 17Ct/l befristet vom 1. Mai 2026 für zwei Monate gesenkt. Die weltpolitische Entwicklung frisst diese Preissenkung auf. Wie beim Tankrabatt der Ampel-Regierung 2022 werden rund 1,6 Mrd. mit Steuergelder nach dem sogenannten Gießkannenprinzip verteilt. Profitieren werden Menschen, die viel fahren und über ein gutes Einkommen verfügen, weniger jene, die es bräuchten.
Die Befristung endet kurz vor den Sommerferien, im September finden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern statt, ob dann die Bundesregierung den Rabatt wieder anhebt, dürfte aufgrund der Wahlprognosen der AfD in den beiden Ländern kaum vorstellbar sein.
Die Steuermittel von 1,6 Mio.€ hätten sinnvoller eingesetzt werden könne, bspw. in den beschleunigten Ausbau der Ladeinfrastruktur, oder auch Förderungen nicht nur von neuen E-Autos, sondern auch für gebrauchte E-Autos, sowie für den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur, um unser Land unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu machen. Doch man liest kein Wort von alle dem! Auch das Verbrenner-Verbot 2035 möchten die Koalitionspartner kippen. Und dies alles vor dem Hintergrund, dass die SPD das Klimaschutzgesetz in der großen Koalition (2017-2021) vorangetrieben und gegen die Angriffe der CDU verteidigt hat. Wie glaubwürdig ist da noch die SPD? Die Frage der Glaubwürdigkeit „unserer“ SPD gilt auch bei dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) im Volksmund auch „Heizungsgesetz genannt. Denn bei den Bundesländern regt sich, zu Recht, Widerstand gegen das neue „Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Das GModG 2026 soll Gebäude klimafreundlicher machen und gleichzeitig Eigentümern die freie Wahl der Heiztechnik ermöglichen. Die bisherigen Vorgaben, wie die pauschale Nutzung von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien beim Heizen, entfallen. Diese Anforderung hätten Wärmepumpen und klimafreundlicher Fern- und Nahwärme entsprechen können. Betriebsverbote für bestimmte Heizungen werden ebenfalls gestrichen, sodass Gas- und Ölheizungen weiterhin eingebaut werden können, neben Wärmepumpen, Fern -und Nahwärme. Damit Klimaschutz nicht völlig unter die Räder kommt, soll ein „Bio-Treppe“ eingeführt werden, d.h. über die Jahre muss in neuen Heizungen der Anteil der erneuerbarer Brennstoffe peu a`peu steigen, auf 60 % in Jahr 2040. Hierin liegt auch ein Grund des Widerstandes beim neuen GModG. Es fehlt eine Abschätzung der Folgen -etwa was eine zusätzliche Nachfrage nach Biobrennstoffen für den Preis bedeutet. Das Heizen kann richtig teuer werden, wenn etwa Brennstoff vom Acker irgendwann knapp wird, dies wiederum kann vor allem MieterInnen treffen. So sollen sich nach dem Gesetzesentwurf Mieter und Vermieter neben den Bio-Brennstoffen auch die Entgelte für das Gasnetz, CO2-Preis teilen.
Die Länder plädieren deshalb dafür, dass das Betriebsverbot für fossile Heizungen ab 2045, das im ursprünglichen Heizungsgesetz (GEG) vorgesehen war, wieder verankert wird, und damit die Klimaneutralität im Heizungskeller. Nach dem Klimaschutzgesetz (KSG) strebt Deutschland an, die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Obwohl das KSG auf Drängen der SPD geschaffen worden ist, erfolgt nun die Rolle rückwärts beim GModG. Man stellt sich nun die Frage, weshalb wurden die Bedenken der Länder nicht schon bei den Beratungen in der Koalition zur Neufassung des GEG berücksichtigt?
Die AG60plus Mainz-Bingen unterstützen eine nachhaltige Struktur- und Finanzierungsreform in der Pflege- und Rentenversicherung wie auch Umwelt- und Klimapolitik, die für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder gemacht ist. Die geplanten Maßnahmen müssen kritisch überprüft werden. Wir erwarten uns von der SPD als traditionsreiche Partei mit sozialem Anspruch, dass bei allen Reformvorhaben der Mensch und nicht allein die Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt steht und der Urgedanke der SPD dabei immer im Vordergrund steht.
In diesem Sinne Glückauf
10.10.2025 in Aktuell
Stambulante Seniorenbetreuung
Pflege-Wohngemeinschaft statt Heim
Unter dem Begriff „stambulant“ ist eine Mischform zwischen ambulanter und stationärer Pflege zu verstehen. Sie eignet sich vor allem für Menschen, die nicht in eine stationäre Pflegeeinrichtung wollen, aber auch nicht mehr zu Hause leben können. Pflegebedürftige könnten in Pflege-Wohngemeinschaften (Pflege-WGs) versorgt werden – auch, wenn höhere Pflegegrade nötig werden, und auch bis ans Lebensende.
Dieses Konzept der stambulanten Pflege geht auf erfolgreich laufende Modellprojekte im Südbadischen zurück. Pflegebedürftigen sollen die Sicherheit und den Rahmen einer stationären Pflege genießen, während sie und ihre Angehörige in die Gestaltung des pflegerischen Alltags miteingebunden werden.
Umfangreiche Information:
https://www.vdk.de/aktuelles/aktuelle-meldungen/artikel/stambulante-pflege-mischform-zwischen-heim-und-zuhause/
gez. Kurt Zaun
Suchen
Landkreis Mainz-Bingen
Landkreis Mainz-Bingen

Stadt Mainz www.SPD-Mainz.de
Stadt Ingelheim www.SPD-Ingelheim.de
Stadt Bingen www.SPD-Bingen.de
Stadt Oppenheim www.SPD-Stadt Oppenheim.de
VG-Bodenheim www.SPD-Bodenheim.de
Budenheim www.SPD-Budenheim.info
Waldalgesheim www.SPD-waldalgesheim-genheim.eu
Guntersblum www.SPD-Guntersblum.de
Sprendlingen-Gensingen www.SPD-Sprendlingen.de
Gau-Algesheim www.SPD-Gau-Algesheim.de
Dienheim www.SPD-Dienheim.de
Harxheim www.SPD-Harxheim.de
VG Nieder-Olm https://spd-verband-nieder-olm.de
Stadt Nieder-Olm http://www.spd-nieder-olm.de
Essenhein http://www.spd-essenheim.de
Jugenheim https://www.spd-jugenheim.com/
Klein-Winternheim https://spd-klein-winternheim.de/
Ober-Olm https://www.spd-ober-olm.de/
Aktuelle-Artikel
Counter
| Besucher: | 758 |
| Heute: | 36 |
| Online: | 1 |

