Vorstand 2025
Empfänger:
a) Landesvorstand der SPD RLP
b) Landtagsfraktion der SPD RLP
Antrag:
Ausreichende zusätzliche Studienplätze für Allgemeinmediziner (Hausärzte) schaffen.
Begründung:
Offenkundig ist der Mangel an Hausärzten in Rheinland-Pfalz. Dies bezeugt auch die Wiederbesetzungsquote der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz für Allgemeinmedizinpraxen.
Rheinland-Pfalz liegt im Ranking der Bundesländer für das Angebot an medizinischen Studienplätzen im hinteren Bereich.
Mit der notwendigen Zuwanderung von Ärzten aus anderen Bundesländern zu rechnen ist sehr gewagt, da diese auch am Ärztemangel leiden und zudem der Klebeeffekt eine Abwanderung nicht begünstigt.
Die Alarmglocken müssen auch schrillen, wenn Gebietskörperschaften in Zusammenarbeit mit Privatinitiativen Studierende ins Ausland schicken, um dem Mangel entgegenzuwirken. Dazu müssen
erhebliche Finanzierungsmittel aufgebracht werden.
Man kann nicht ständig den Ärztemangel beklagen. Man muss ihm mit geeigneten ausreichenden
Maßnahmen entgegenwirken. Deshalb müssen zusätzliche Studienplätze in Rheinland-Pfalz
geschaffen werden. Insoweit müssen auch finanzielle Prioritäten gesetzt werden.
Das Medizinstudium ist kostenfrei. Das ist gut so. Es wäre überlegenswert, ob Mediziner, die nach
Abschluss ihres Studiums nicht für eine gewisse Zeitspanne für die Mehrheit der gesetzlich Versicherten zu Verfügung stehen und sofort in Privatpraxen wechseln, mit einer Kostenausgleichsgegebühr belastet werden. Wohnortnahe medizinische Versorgung ist ein wesentlicher Faktor der Daseinsvorsorge, insbesondere auch für ältere Menschen, die sich aufgrund ihrer Lebensleistungen einen lebenslangen Anspruch auf eine ordentliche Versorgung erarbeitet haben. Dies ist ein wichtiger Aspekt für "Gut leben im Alter"
gez. Hans Schäfer


